Freitag, 18. September 2009

Tag 18

heute war denke ich der ertse tag, von dem ich sicher dagen kann. dass ich ihn warscheinlich nie vergessen werde!
ich hab ja vorhin schon kurz geschreiben, jetzt aber mehr:
frueh morgens kommen wir herunter in die kueche, um ari's mama beim kochen zu helfen und zu fruestuecken.waehrend sie saemtliche toepfe mit fleisch, gemuese, bruehe und eine art reis aufsetzt, platze ich mit meinen fragen ueber das judentum heraus. ich weis wirklich annaehernd nichts darueber. sie erzaehlt uns von verschiedenen braeuchen, von denen ich sogar schon zum teil wusste: kein schweinefleisch, kein fleisch in kombination mit milchptodukten, betimmte kleidung...dabei betont sie aber, dass es sehr darauf ankommt eir glaeubig man ist. so haelt sich ari's famlie nicht so strikt an die samstags-ruhe (man soll da nichts arbeiten), kleidet sich normal und sie beten auch nicht dreimal am tag fuer vierzig minuten, so wie das streng glaeubige machen. sie erklaert uns auch was sie kocht und ich beobachte genau, was sie da zaubert.zu unserem glueck ist aei's vater ja religionslehrer und so bombadieren wir auch ihn mit fragen zur juedischen geschichte, ueber eine stunde breitet er nun ungefaehr 3000 jahre juedische geschichte vor uns aus, mit einer zeittafel und mehreren buechern und bildern dchildert er uns eindrucksvoll die unzaehligen vertreibungen und heimaten der juden und wir sind voellig gefesselt von seinen erzaehlungen.
spaeter brechen wir ind ei stadt auf, treffen ari's groessere schwester und sie zeigen uns die altstadt.es ist eine weit weniger glamuroese stadt als new york- wenig scyscraper, schlichte gebaeude und strassen und ein riesen grosses industriegebiet. mit dem auto fahren wir etwa zwanzig minuten an alten fabrik=tuermen, riesigen stahlbruecken und rauchenden schornsteinen vorbei.ari erzaehlt uns auch, dass philadelphia eine der gefaehrlichstn staedte in den usa ist! letzten sommer wurde jeden tag ein mord begangen.-da fuehle ich mich gleich viel wohler;)
auf dem reuckweg nach hause holen wir ari's oma ab und ich finde sie super! sie traegt ein flottes kostuem und hat knallrote lippen, sie wirkt aber nicht vulgaer oder kuenstlich, sondern einfach laessig mit ihren 93 jahren.ausserdem ist sie unglaublich lustig und schraeg.
zuhause angekommen setzen wir uns bald an den gedeckten tisch, ari's mama zuendet kerzen an und die familie setzt sich die typischen huete auf. so wird das neujahrsfest eroeffnet und ich bin deht gepannt.
jeder habt sein weingladd und die eltern dprachen ein juedisches gebet.vieles uebersetzt der vater fuer uns,ich bin voellig gebant von diesem so fremden fest und der feierlichen stimmung.alle waschen sich die haende in einer kleinen schale und ein suesses brot wird herum gereicht, von dem sich jeder ein dtuck abbricht, dazu gibt es aepfelscheiben mit honig. dann bringt die mutter den ersten gang: ein weisser fisch, der zubereitet ist wie eine art mousse und der sehr gut schmeckt. als zweites bringt die "matseball soup" herein, die ich ja schon einmal probiert habe. der hauptgang besteht aus kalbsfleisch, huhn, gemuese und einem juedischen kuskus und wir stuerzen uns alle darauf. aum schluss serviert sie dann auch noch desser und das ist glaub ich das beste dass ich je gegessen habe: zimtschnecken und schokoladen kuchen, aber eben auf juedische art und es ist unvergleichbar lecker:)
zum schluss singt die familie ein sehr langes gebet und wir staunen ueber den klang der fremden sprache, ich fuehle mich so wohl hier, weil die familie uns so toll umdorgt und herzlich ist. ausserdem schwatze ich die ganze zeit mit ari;s oma und finde es unglaublich unterhaltsam.
alle setzen sich danach ins wohnzimmer, ari spielt klavier und die mama zeigt uns familien fotos.
morgen gibt es ein noch groesseres essen am nachmittag und dann noch eins am sonntag. und natuerlich vieles mehr...
eigentlich wollten wir heute noch weggehen, aber da wir die letzten naechte unterwgs waren und uns nach diesem essen nicht mehr bewegen koennen, liegen wir lieber gemuetlich im bett und lassen diesen besonderen tag noch einmal revue passieren...

2 Kommentare:

  1. hey tonia!
    kann dich gut verstehen, dass dieser tag unvergesslich war. das ihr so mitten drin in einer anderen kultur ward, ist wirklich super. bin froh, dass ihr überall gleich nette leute gefunden habt, die euch gerne und freundschaftlich aufnehmen!
    wünsch euch weiterhin viel spaß und noch viele solch schöne erlebnisse!
    liebe grüße an dich und charly!
    simone

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  2. vielen dank fuer den kommentar! ich hoffe dass es dir auch gut geht und du vorran kommst mit deiner wohnung und den vorbereitungen...
    viele gruesse von uns und ein fester druecker

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